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Eine Dienstleistung der Aargauischen Stiftung Suchthilfe ags.

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Vorgehen bei einer Gefährdung

Bei Gefährdungen sind zwei Vorgehensweisen möglich:

1. Meldung durch Amtsstellen bei einem vorliegendem oder drohendem Suchtproblem mit illegalen Substanzen (Art. 3c)
Gemäss Betäubungsmittelgesetz Art. 3c besteht eine Meldebefugnis (keine Meldepflicht) für Menschen mit vorliegenden oder drohenden suchtbedingten Störungen. Amtsstellen und Fachleute im Erziehungs-, Sozial-, Gesundheits-, Justiz- und Polizeiwesen können den zuständigen Behandlungs- oder Sozialhilfestellen Fälle von vorliegenden oder drohenden suchtbedingten Störungen, namentlich bei Kindern und Jugendlichen, melden, wenn:
a. sie diese in ihrer amtlichen oder beruflichen Tätigkeit festgestellt haben;
b. eine erhebliche Gefährdung der Betroffenen, ihrer Angehörigen oder der Allgemeinheit vorliegt; und
c. sie eine Betreuungsmassnahme als angezeigt erachten.

Im Kanton Aargau geht die Meldung an den Kantonsärztlichen Dienst, welcher die Suchtberatungsstelle am Wohnort der betroffenen Person mit der Abklärung beauftragt.
Vorgehensschema Kanton Aargau nach Art. 3c BetmG
Meldeformular nach Art. 3c BetmG

2. Meldung durch Privat- oder Amtspersonen bei genereller Gefährdung an das Familiengericht
Eine Gefährdungsmeldung ist eine Meldung an das Familiengericht (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde), dass ein Kind oder eine erwachsene Person hilfsbedürftig erscheint. Jede Person kann eine Gefährdungsmeldung erstatten soweit dem nicht ein Berufsgeheimnis entgegensteht. Wer in seiner amtlichen Tätigkeit von einer hilfsbedürftigen Person erfährt, ist zu einer Gefährdungsmeldung verpflichtet (Art. 443 ZGB).
Meldeformular Gefährdung Erwachsene
Meldeformular Gefährdung Kinder und Jugendliche
Handbuch Abklärungen Kindes- und Erwachsenenschutz

17.5.2017
Ab 2018 entsteht mit der Integrierten Versorgung ein wohnortnahes, multidisziplinäres und professionelles Suchthilfesystem im Kanton Aargau.